Pfarrer aus der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau schreiben hier über ihre persönlichen Eindrücke und Erfahrungen aus dem Libanon. Sie halten sich dort vom 24. September bis 17. Dezember 2007 im Rahmen ihres Studienaufenthaltes an der Near East School of Theology in Beirut auf.

Monatsarchiv für November 2007

“Ein Fenster zu Gott“ - über den spirituellen Weg, mit Ikonen Gott zu schauen

Mittwoch, den 28. November 2007

Ikonenmaler, Mönch, Priester, Theologen, Kunsthistoriker, Künstler, Bildhauer Alt ist die Kunst der Ikonenmalerei, Ausdruck des Glaubens und wahrnehmbarer Hinweis auf Gott, der in Jesus Christus Mensch geworden ist. Durch die Ikonen scheint sozusagen das Göttliche hindurch, die ewige Welt möchte mich in meiner zeitlich und räumlich begrenzten Erkenntnisfähigkeit „besuchen“ – eine Form der Inkarnation, der „Fleischwerdung“ des unsichtbaren Einen, der sich in seiner Liebe sichtbar macht - Gott an – schaulich, Gott beim Menschen in seiner Gebrochenheit, um ihm das Heil nahe zu bringen, das ihn erlöst. Und ich bin kurz vor dem 1. Advent mitten drin in der Botschaft der Weihnacht, dass Gott Mensch wurde, um mir, uns allen inneren wie äußeren Frieden zu schenken.

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Sport, Ausnahmezustand und Klosterleben im Libanon

Dienstag, den 27. November 2007

Marathon

Liebe Leserinnen und Leser in Deutschland,

ein Marathon als Lebenszeichen, ein nicht vorhandener Ausnahmezustand und ein ganz normaler Tag im Kloster – so könnte die auf den ersten Blick konfus klingende Überschrift für diesen Wochenrückblick lauten. Aber vielleicht ist beim zweiten Blick das Konfuse auch das Charmante dieses kleinen Landes!

Der Beirut-Marathon
1. Am Vorabend wurden nach Lautsprecheransagen parkende Autos beiseite geräumt und noch bis in die frühen Morgenstunden die Straßen picobello gesäubert: der Beirut-Marathon (neben der eigentlichen 42 km Strecke auch mit 5km-, 10km und einem Behinderten-Rennen) fand überhaut erst zum 3. Mal statt

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Das libanesische Gesicht des Christentums: Die Maroniten

Montag, den 19. November 2007

Notre Dame de Ilije Liebe Leserinnen und Leser,

in der vergangen Woche hat die (fast sage ich schon:  „unsere“) NEST ihr 75-jähriges Jubiläum begangen. Sie war 1932 aus dem Zusammenschluss zweier Seminare (in Athen und in Beirut) für den protestantischen Theologen-Nachwuchs des Nahen Ostens hervorgegangen und ist seit 1971 an ihrem jetzigen Standort im Stadtteil Hamra (wo sie u. a während des libanesischen Bürgerkriegs als einigermaßen sicherer Zufluchtsort für die Menschen des Viertels galt).

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Zwischenbilanz: Interreligiösen Dialog im Libanon

Mittwoch, den 14. November 2007

(So, 11.11.2007) Ein wenig Wehmut macht sich in mir breit. Denn wir sind mittlerweile schon in der zweiten Hälfte unserer Zeit hier angelangt und – nach dem Ausflug nach Syrien- wieder in das Lehrprogramm eingetaucht, bevor nun in der neuen Woche die Feiern zum 75-jährigen Jubiläum der NEST anstehen werden. Vielleicht eine gute Gelegenheit, etwa 4 Wochen vor unserer Rückkehr eine Zwischenbilanz zum interreligiösen Dialog hier und seinen Stellenwert für die Gesellschaft auch im Blick auf Deutschland zu versuchen.

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Eindrücke aus Syrien

Mittwoch, den 14. November 2007

(Di, 06.11.2007) Am Sonntagabend sind wir 5 Pfarrer von einer 4-tägigen Kurzreise  nach Syrien zurückgekehrt. Neben unserem Interesse vor allem an Damaskus als einer der ersten Hauptstädte des islamischen Weltreiches mit vielen touristisch attraktiven Stätten, hatte dieser „Blick über den Zaun“ auch mit der Situation hier im Libanon zu tun.

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„Halbzeit“ in Beirut – oder: wo fange ich an zu erzählen?

Montag, den 5. November 2007

(Beirut, 4. November 2007)

Liebe Freunde, liebe Gemeindemitglieder, liebe Interessierte!

Ich grüße Sie und euch ganz, ganz herzlich aus Beirut. Wir haben immer noch über 20 Grad und zumeist wolkenlos blauen Himmel. So schön das Wetter, so bereichernd auch mein Aufenthalt im Nahen Osten. Die Zeit vergeht wie im Fluge – aber das ist auch nicht ungewöhnlich bei so vielen verschiedenen Eindrücken auf den unterschiedlichsten Ebenen. Am 3. November war die Hälfte meines Studienurlaubes vorüber.

Traditioneller BäckerGemeinsam beschlossen wir (meine vier Studienkollegen und ich), dieses „Bergfest“ in Damaskus in Syrien zu verbringen. Und so saßen wir am Freitagabend in einem der feineren Lokale im christlichen Viertel in Damaskus und ließen es uns bei einem üppigen Mahl gut gehen (wieder mit viel Mezze, den verschiedenen arabischen Vorspeisen, dazu leckere Hühnchen und Fisch, gutem Wein und zum Schluss natürlich einen Arrak oder einen arabischen Kaffee).
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