Pfarrer aus der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau schreiben hier über ihre persönlichen Eindrücke und Erfahrungen aus dem Libanon. Sie halten sich dort vom 24. September bis 17. Dezember 2007 im Rahmen ihres Studienaufenthaltes an der Near East School of Theology in Beirut auf.

Monatsarchiv für Dezember 2007

Die eigene Wahrheit leben, ohne andere Wahrheiten besiegen zu wollen

Montag, den 10. Dezember 2007

Liebe Leserinnen und Leser,

kirche moschee qbernd apel a grunsere letzte Woche hier und damit auch mein letzter Bericht - so ganz gewöhnen kann ich mich noch nicht an die Vorstellung am kommenden Freitagabend um 22.00 Uhr im (wahrscheinlich) kalten Frankfurt zu landen. Aber natürlich freuen wir 5 uns alle auch auf unsere Familien zuhause und ein gemeinsames Weihnachten.
Obwohl bis zum Schluss noch Begegnungen und Veranstaltungen auf unserem Plan stehen - so haben wir am vergangenen Donnerstag einen Nikolaus-Abend für die NEST-Gemeinde veranstaltet, waren am Freitag zu Gast im hiesigen Orient-Institut oder werden am kommen-den Mittwoch eine Podiumsdiskussion zum Beitrag der Religionen für den Frieden im Liba-non miterleben - möchte ich einen persönlichen Abschied schreiben statt eines speziellen Berichts:

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“Ein neuer Blick auf viele Dinge”: Ökumenischen Zusammenarbeit und christlich - islamischen Dialog

Freitag, den 7. Dezember 2007

geistliche gespraech qandreas goetze grDer Aufenthalt von uns 5 Pfarrern aus der EKHN (der “Evang. Kirche in Hessen und Nassau”) neigt sich dem Ende zu. Am 14. Dezember besteigen wir, so Gott will, das Flugzeug Richtung Frankfurt. Eine intensive Zeit liegt hinter uns und die letzten Tage wollen wir noch geniesen. Von den vielfach anderen und neuen Perspektivem berichtet dieser Artikel.

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Bericht aus Beirut

Montag, den 3. Dezember 2007

Liebe Leserinnen und Leser,

mit der vorletzten Woche hier hat nun der Advent auch für uns begonnen - und nicht sehr anders als in einer ganz normalen deutschen Kirchengemeinde. Gestern, am Samstag vor dem 1. Advent, waren wir 5 EKHN-Pfarrer von 10.00 bis 16.00 eingeteilt zum Dienst beim Weihnachtsbasar der Deutschen Ev. Gemeinde in Beirut.

basar ev

Wir hatten vorher nicht glauben wollen, dass sage und schreibe 5 Tonnen Dominosteine und Stollen (ein unübersetzbares deutsches Wort!), Lebkuchen und Marzipan in wenigen Stunden ihre Abnehmer finden würden, ja sogar schon meist vorbestellt vergeben waren. “Der Orientale an sich” isst also tatsächlich eher süß, nicht zu vergessen die hiesigen Auslands-deutschen, die damit der Vorweihnachtszeit einen heimatlichen Geschmack unterlegen. Da es auch Sauerkraut, Frankfurter Würstchen oder Kartoffelsalat gab (von vorbereiteten 90 kg Kartoffeln blieben vielleicht 5 kg Salat übrig!), bewahrheitete sich eine unserer ersten Erkenntnisse hier erneut: die interkulturelle Begegnung geht auch durch den Magen. Doch ganz abgesehen davon ist dieser Basar ein Meilenstein jedes Beiruter Kirchenjahres, ein guter Batzen im Gemeindebudget und für uns 5 (incl. des Aufbaus schon am Freitag) auch der Hintergrund für viele gute Gespräche.

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