Die eigene Wahrheit leben, ohne andere Wahrheiten besiegen zu wollen
Montag, den 10. Dezember 2007Liebe Leserinnen und Leser,
unsere letzte Woche hier und damit auch mein letzter Bericht - so ganz gewöhnen kann ich mich noch nicht an die Vorstellung am kommenden Freitagabend um 22.00 Uhr im (wahrscheinlich) kalten Frankfurt zu landen. Aber natürlich freuen wir 5 uns alle auch auf unsere Familien zuhause und ein gemeinsames Weihnachten.
Obwohl bis zum Schluss noch Begegnungen und Veranstaltungen auf unserem Plan stehen - so haben wir am vergangenen Donnerstag einen Nikolaus-Abend für die NEST-Gemeinde veranstaltet, waren am Freitag zu Gast im hiesigen Orient-Institut oder werden am kommen-den Mittwoch eine Podiumsdiskussion zum Beitrag der Religionen für den Frieden im Liba-non miterleben - möchte ich einen persönlichen Abschied schreiben statt eines speziellen Berichts:
Der Aufenthalt von uns 5 Pfarrern aus der EKHN (der “Evang. Kirche in Hessen und Nassau”) neigt sich dem Ende zu. Am 14. Dezember besteigen wir, so Gott will, das Flugzeug Richtung Frankfurt. Eine intensive Zeit liegt hinter uns und die letzten Tage wollen wir noch geniesen. Von den vielfach anderen und neuen Perspektivem berichtet dieser Artikel.
Alt ist die Kunst der Ikonenmalerei, Ausdruck des Glaubens und wahrnehmbarer Hinweis auf Gott, der in Jesus Christus Mensch geworden ist. Durch die Ikonen scheint sozusagen das Göttliche hindurch, die ewige Welt möchte mich in meiner zeitlich und räumlich begrenzten Erkenntnisfähigkeit „besuchen“ – eine Form der Inkarnation, der „Fleischwerdung“ des unsichtbaren Einen, der sich in seiner Liebe sichtbar macht - Gott an – schaulich, Gott beim Menschen in seiner Gebrochenheit, um ihm das Heil nahe zu bringen, das ihn erlöst. Und ich bin kurz vor dem 1. Advent mitten drin in der Botschaft der Weihnacht, dass Gott Mensch wurde, um mir, uns allen inneren wie äußeren Frieden zu schenken.
Liebe Leserinnen und Leser,
Gemeinsam beschlossen wir (meine vier Studienkollegen und ich), dieses „Bergfest“ in Damaskus in Syrien zu verbringen. Und so saßen wir am Freitagabend in einem der feineren Lokale im christlichen Viertel in Damaskus und ließen es uns bei einem üppigen Mahl gut gehen (wieder mit viel Mezze, den verschiedenen arabischen Vorspeisen, dazu leckere Hühnchen und Fisch, gutem Wein und zum Schluss natürlich einen Arrak oder einen arabischen Kaffee).