23. Oktober 2007
Also eine arabische Mezze (sprich: „Messe“) ist etwas ganz besonderes. Das ist keine arabische Gottesdienstliturgie wie man meinen könnte, sondern eine Mahlzeit, zu der sie viele Freunde, großen Hunger und vor allen Dingen Zeit mitbringen sollten. Bei einer arabischen Mezze kommt scheinbar alles in kleinen Schälchen auf den Tisch, was das Land an Speisen zu bieten hat. Auberginenmus, Humus, Schafskäse, eingelegte Oliven, Ziegenkäse, Tomaten und Gurken, kleine Würstchen, gefüllte Weinbergblätter, Käseröllchen, angemachter Joghurt, Trauben und und und……… Bis kein Platz mehr auf dem Tisch ist.Wenn man den Versuch und damit den Fehler macht, daran erkennt man wohl den Fremden im Lande, von allen Speisen auch nur ein kleines Versucherchen zu essen, dann haben sie schon verloren und sind satt, bevor die Hauptspeise kommt, meistens Hühnchen oder ähnliches. Den ganzen Beitrag lesen »
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23. Oktober 2007
Alltag in Beirut zwischen shushi - Restaurants, Bürgerkriegsgefühlen und politischen Debatten
von Andreas Goetze/ 23. Oktober 2007 aus Beirut
Ein Spaziergang an der Corniché, der Promenade entlang der Küste, ist ein besonderes Erlebnis. Neben Meer und Wellen, der leichten Brise, die in der feucht – warmen Luft gut tut, sind es vor allem die Menschen, die hier zusammenkommen, die den Ort einzigartig machen. Hier finde ich Beirutis, Männer und Frauen, Kinder und Großeltern, Menschen aller Einkommensschichten, die religiös Konservativen ebenso wie die religiös Indifferenten, die Christen und die Muslime. Sie sind gemeinsam am Meer, teilen sich die Luft, geben sich Anteil am Leben. Eine Frau mit Kopftuch und langem Gewand spricht hier mit einer jungen Frau, die mit einem bauchfreien Top die Sonne genießt. Den ganzen Beitrag lesen »
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22. Oktober 2007
Beirut, So, 21.10.2007. Unsere 4. Woche hier hatte einen etwas privaten Charakter - und war doch ganz „libanesisch“: in Absprache mit der Studienleitung hatten Gerhard Failing, Andreas Goetze und ich frei und unsere Ehefrauen und Kinder eingeladen, für 1 Woche den Libanon mit uns zu bereisen. Von dieser (Bus-) Fahrt hier einige Eindrücke:
Im Flüchtlingslager: Wer gibt den Palästinensern eine Zukunft?

Freitag: wir fahren in die Nähe der Stadt Saida im Süden und wohnen für 2 Nächte in der Begegnungsstätte „Dar-Es-Salam / Tor des Friedens“. Ein Ort, wo Menschen aus Morgen- und Abendland, aus verschiedenen Kulturen und Religionen sich begegnen können, wo Arabisch-Kurse ebenso wie Studienfahrten organisiert werden. Von hier geht eine ganzheitliche Sozialarbeit aus in den Lagern für palästinensische Flüchtlinge, die es im Land gibt. Eine besondere Herausforderung, denn die Palästinenser sind offiziell staatenlos, haben sich in der 2. oder 3. Generation als Großfamilien in den Lagern eingerichtet – wir sehen am nächsten Tag eines für ca. 60.000 Menschen in inzwischen meist festen Häusern - und sie sind ohne wirkliche Perspektive von Betreuung abhängig. Wer gibt diesen Menschen Zukunft, wer macht sich jenseits der Vorwürfe gegen Israel für sie zuständig? Den ganzen Beitrag lesen »
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15. Oktober 2007
Im Suq von Tripoli
(Foto: Andreas Goetze)
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15. Oktober 2007
Andreas Goetze / Beirut, den 9. Oktober 2007.
„Ramadan karim!“, diesen Ausspruch hört man in diesen Tagen vielfach. „Ramadan karim“ meint: „Dir einen freigiebigen Ramadan“ – in etwa der Bedeutung, in der wir uns „Merry Christmas“ oder „fröhliche Weihnachten“ wünschen. Freigiebig soll man sein im Ramadan am Abend nach dem Fastenbrechen und großzügig zu allen, die es nötig haben. Viele Restaurants richten so genannte „Iftar – Essen“ aus, um den Armen eine warme Speise zu gewähren. Den ganzen Beitrag lesen »
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15. Oktober 2007
Moschee hinter Stacheldraht.
(Foto: Pfarrer Kurt Johann)
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15. Oktober 2007
Arabisch und christlich - hier selbstverständlich
(Foto: Pfarrer Bernd Apel)
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15. Oktober 2007
Die Near East School of Theologoy (NEST)
Fr, 12.10.2007. Gegen Ende unserer 3. Woche hier im Libanon will ich ein wenig versuchen, die Near East School of Theologoy (NEST) als unsere derzeitige Heimat zu beschreiben:
Die NEST wurde 1932 gegründet, musste sich mehrmals neu orientieren und wird heute von 4 protestantischen Kirchen des Nahen Ostens als Ausbildungsstätte für ihren theologischen Nachwuchs getragen: der Episkopalkirche von Jerusalem, der Lutherischen Kirche in Jordanien, der Nationalen Ev. Kirche (Presbyterianer) von Syrien und Libanon und der Union der Armenischen Evangelischen Kirchen im Nahen Osten: Sie ist ein idealer Standort, um „kontextuelle Theologie“ zu betreiben: was hat mein theologisches Lernen mit dem Alltag der Menschen im Nahen Osten und mit dem Zusammenleben der verschiedensten Kulturen und Religionen hier zu tun? Den ganzen Beitrag lesen »
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8. Oktober 2007
Semesterstart
Nun hat mit der zweiten Woche unsres Hierseins (den ersten Regen hatten wir übrigens erst nach 11 Tagen, es ist immer noch sommerlich) das Semester und damit auch unser Studienprogramm begonnen. Am 1.10. war die Einschreibung, am 2.10 begannen die ersten Kurse. Derzeit sind etwa 30 Lernende an der NEST: Theologiestudierende aus den Kirchen des Nahen Ostens (4 von ihnen tragen ja die NEST), aus Europa (u. a. im Programm „Studium im Mittleren Osten“ des Ev. Missionswerks in Südwestdeutschland), den USA und Afrika, Pfarrer aus der Region zur Fortbildung und wir 5 „german pastors“. Es macht Spaß, mal wieder konzentriert akademisch zu arbeiten und sich über das Gelernte, aber vor allem über das (kirchliche) Leben in unseren Heimatländern auszutauschen, z.B. mit John aus Kenia oder Emily aus den USA oder Hannah aus Deutschland oder Salim aus Palästina oder Elias aus Syrien. Den ganzen Beitrag lesen »
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5. Oktober 2007
1. Oktober 2007.
Sie ist ein Opfer des Bombenanschlags vom 19 .9. 07, eine Verletzte von 75 Verletzten.
Wäre sie nicht Deutsche, hätte ich nicht von ihr erfahren.
Sie ist schwer verletzt, so schwer, dass ich ihr Gesicht nicht wieder erkennen kann. Ich erinnere mich an sie, vor 3-4 Monaten war sie einmal in der Gemeinde gewesen, wir hatten uns lange unterhalten. Eine junge Frau, sie ist 26 Jahre alt.
Nun liegt sie da, in der Intensivstation eines kleinen Krankenhauses. Sie wird beatmet, ihr Gesicht ist in Gaze gehüllt, nur die Augen und die Nase und der Mund schauen noch heraus. Den ganzen Beitrag lesen »
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