Pfarrer aus der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau schreiben hier über ihre persönlichen Eindrücke und Erfahrungen aus dem Libanon. Sie halten sich dort vom 24. September bis 17. Dezember 2007 im Rahmen ihres Studienaufenthaltes an der Near East School of Theology in Beirut auf.

Schönheit und Weite des Libanon – am „Dschebel Sannine“

5. Oktober 2007

30. September 2007. Der Libanon, nur halb so groß wie Hessen, bietet eine abwechslungsreiche, vielfältige Landschaft. Der am meisten bewohnte schmale Küstenstreifen mit seinen quirligen Städten und Badeorten, die Bekaa-Ebene, eine fruchtbare Hochebene (800-1.100 Meter) und dazwischen ein großes Gebirge („der Libanon“), das sich vom Süden bis zum Norden inmitten des Libanon erstreckt und dessen höchste Erhebung fast 3100 Meter erreicht. Den ganzen Beitrag lesen »

„Den Differenzen mit Respekt begegnen“

5. Oktober 2007

Dialog mit dem Erzbischof von CanterburyDer Erzbischof von Canterbury spricht im Libanon zum christlich-islamischen Dialog

Beirut/ 28.9.2007

„Nur wer sich die Mühe gibt, den anderen in seiner Andersartigkeit verstehen zu wollen, kann erwarten, dass dieser ihm ebenso mit allem Respekt begegnet“. Der ranghöchste Vertreter der weltweiten anglikanischen Kirche, der Erzbischof von Canterbury, Dr. Rowan Williams, war zu Gast an der „Near Est School of Theology“ (NEST) in Beirut und sprach Klartext: Jeder, der versuche, die andere Religion in seine eigene Geschichte einzufügen, könne keinen wirklichen Dialog führen. Dabei gebe es durch die gesamte Geschichte hindurch immer zwei Weisen der gegenseitigen Wahrnehmung. Den ganzen Beitrag lesen »

Beirut - die erste Woche

5. Oktober 2007

30.09.2007
Auf eine knappe erste Woche in Beirut blicken wir 5 Pfarrer der EKHN (Gerhard Failing aus Biedenkopf, Andreas Goetze aus Jügesheim, Kurt Johann aus Gedern, Rolf Ringleb aus Kubach und ich) nun zurück.

Neben einem ersten Vertrautwerden mit dem Leben an der NEST (Near East School of Theology), mit dem Stadtviertel (Wo ist die Post, die Apotheke, wo gibt es das an der NEST offiziell verbotene Bier?) und den allgemeinen Spielregeln (Nimm auch zum Joggen an der Küstenstraße „Corniche“ Deinen Pass mit und lächle die kontrollierenden Soldaten immer freundlich an!), prägen immer neue geplante und ungeplante Begegnungen mit Menschen unsere Eindrücke. Von dreien will ich hier kurz erzählen: Am Mittwoch fahren wir mit Pfarrer Uwe Weltzien von der Ev. Gemeinde in das nördliche Tripoli, Libanons zweitgrößter Stadt und zuletzt „berühmt“ geworden durch das nicht weit entfernte und umkämpfte Palästinenser-Lager Nahr-el-Bared. Den ganzen Beitrag lesen »

Zur politischen Situation im Libanon

5. Oktober 2007

Dienstag 25. September. Zunächst zur Information: die vier höchsten Staatsämter sind im Libanon bestimmten religiösen Gruppen vorbehalten. Diese Regelung wurde 1989 im saudiarabischen Tarif ausgehandelt und half, den Bürgerkrieg zu beenden. Das so genannten „Tarif-Abkommen“ teilte die Parlamentssitze zwischen Christen und Muslimen auf. Ebenso wurde beschlossen, dass das Staatsoberhaupt, der Präsident, ein maronitischer Christ sein muss, der Regierungschef ein sunnitischer Muslim, der Parlamentspräsident ein schiitischer Muslim und der Oberbefehlshaber der Armee ein Christ. Den ganzen Beitrag lesen »

Eintauchen in eine fremde Welt – Begegnung zwischen Orient und Okzident

5. Oktober 2007

Montag, 24. September/ Dienstag 25. September

Wolkenlos ist der Himmel, das Meer spiegelt ein wunderbares blau. Wir sind auf dem Landeanflug nach Beirut. Hochhäuser tauchen am Strand auf. Bald hat uns das bunte Treiben der libanesischen Metropole. Uns, das sind fünf Pfarrer aus verschiedenen Regionen der EKHN (Evangelische Kirche in Hessen und Nassau). Gemeinsam werden wir drei Monate ein völlig anderes kulturelles und religiöses Leben kennen lernen können.Wir werden herzlich am Flughafen willkommen geheißen. Die Einreise verlief ohne Schwierigkeiten. Es ist warm im Libanon. Nicht mehr so warm, wie es noch vor ein paar Tagen gewesen ist. „Der Herbst hat begonnen“, meinte einer. Na ja, was hier „Herbst“ heißt, hatten wir dieses Jahr in Deutschland kaum an Sommer. Strahlend blauer Himmel – am liebsten würde ich ans Meer fahren zum Schwimmen. Den ganzen Beitrag lesen »

Noch 4 Tage

5. Oktober 2007

20.09.2007

Die Spannung steigt - in 4 Tagen beginnt unser 10-wöchtiger Aufenthalt im Libanon.

Wir, das sind die Pfarrerkollegen Gerhard Failing, Andreas Goetz, Kurt Johann,. Rolf Ringleb und ich. Bis zum 14.12. werden wir an der Near East School of Theology in Beirut studieren, wohnen und Land und Leute kennnenlernen. Am Sonntag-Abend werden wir im Zentrum Ökumene der EKHN in Frankfurt mit einem Gottesdienst verabschiedet und am Montag früh geht´s zum Flughafen. Ich werde versuchen, Sie und Euch ab und zu auf diesem elektronischen Wege auf dem Laufenden zu halten. Von dieser Stelle aus erst einmal herzliche Grüße. Pfarrer Bernd Apel